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Samstag, 18. Juni 2016

Zecken ... Kenne deinen Feind!

Jeder kennt sie und jeder hasst sie! Klar, Parasiten habe nie einen besonders guten Ruf und viele Krankheiten sind nicht zu unterschätzen. Dennoch haben auch Parasiten einen Platz in unserem Ökosystem (obwohl jetzt vlt viele sagen: Nein, warum? Die brauch doch keiner!).

Naja,
Zecken gehören ja zur Familie der Spinnentiere und durchleben im Laufe ihres Lebens einige Stadien. Solange sie noch winzig sind, dienen sie sicher auch wieder kleinen Lebenwesen als Nahrung. Außerdem, so blöd es klingt, Krankheiten dienen auch einem Zweck. Sie sorgen dafür, Populationen gesund zu halten, indem eben "Schwächere" dadurch zu Grunde gehen.
Zumindest ist es in der Natur so. Nur, sagen wir mal so, WIR nehmen uns mal aus dieser Natur aus. Wir haben Mittel um Vorzubeugen bzw. bereits schon ausgebrochene (viele zumindest) Krankheiten zu behandeln und zu heilen. Denn niemand will diesem "Gesetz" tatenlos unterliegen, oder? Schon gar nicht wollen WIR Opfer von FSME und Co. sein und noch weniger wollen wir, dass unsere Haustiere erkranken.

Ich will jetzt hier keinen Vortrag halten über Mittel, die hier helfen oder nicht. Ich bin lediglich immer der Meinung "Kenne deinen Feind" und je mehr ich mich mit ihnen beschäftige, je mehr bin ich fasziniert.
Viel muss in Punkto Zecken noch geforscht und erforscht werden. Das macht die ganze Thematik nicht minder interessant (für mich zumindest).

Fotos zu den einzelnen Zeckenarten gibt es in den u.a. angeführten Links.

Wusstet ihr zB, dass

  • ... ihr keine Angst haben müsst, dass der Kopf bzw. Körper einer Zecke wieder nachwächst, nur weil ihr sie nicht richtig vom Hund entfernen konntet? Das ist ein reiner Mythos!!!Wenn der Kopf stecken bleibt, wird er absterben und wird in aller Regel vom Wirtskörper dann abgestoßen. Dass es dabei zu einer Entzündung kommen kann, ist klar, muss aber nicht!
  • ... Zecken bis zu 2 Jahre ohne Nahrung auskommen können! Das finde ich persönlich faszinierend für so ein kleines Tier. 
  • ... die Zecke über einen längeren Zeitraum festgebissen sein muss, um Krankheitserreger zu übertragen. Zum Beispiel wird Anaplasmose nach nicht mal 24 Stunden, die Babesiose erst ca. 48-72 Stunden nach dem Festsaugen übertragen. 
  • ... es viele Arten von Zecken gibt. Die bei uns bekannteste Art ist der sogenannte Holzbock (Ixodes ricinus), der neben der Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) und der braunen Hundezecke (Ripicephalus sanguines) zu den Schildzecken gehört. Die Auwaldzecke ist übrigens wunderschön "bunt" gefärbt! Sie befallen hauptsächlich Säugetiere. Schildzecken sind meist rötlich-braun, können aber auch unter Umständen weiß wie die Igelzecke (Ixodes hexagonus) sein - die Igelzecke hat übrigens ein eckiges Nackenschild. Vögel werden hingegen in aller Regel von Lederzecken befallen. 

Zusammengefasst: Es gibt natürlich kein 100% wirksames Mittel gegen Zecken. Wir müssen zwangsläufig mit ihrer Existenz auskommen.
Am besten man kontrolliert nach jedem Spaziergang seinen Hund gründlichst und sammelt die Tiere ab, wenn man welche findet. Ob ihr euch für die chemische Keule oder natürliche Mittel als Vorbeugung entscheidet, ist eure Sache.

Auf jeden Fall wünsche ich euch dieses Jahr nicht allzu viele Zecken.

Zum Abschluss hab ich noch 2 Bilder für euch. Diese Smaragdeidechsen wurden bei einer Populationszählung gefangen und fotografiert.
Die Nahrungskette der Zecken ist also vielfältig ... die großen (meist erwachsenen) Zecken befallen unsere Haustiere, die Kleinen die kleinen Tiere.

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Man achte hier auf die "Ohrenöffnung" links und die große Zecke gleich hinter dem Auge

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An der Flanke hatte die Echse Zecken in allen Altersstadien

Also, ich bin froh, noch nie so viele Zecken auf einem meiner Hunde gefunden zu haben.

LG Mel

1 Kommentar:

  1. Dein Post ist sehr interessant.
    Ich bin der Meinung, Zecken muss ich nicht haben...und so bin ich froh wenn ich die Zecken finde, bevor sie sich festgebissen haben.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sylvia

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Danke für deinen Pfotenabdruck