Durch die Schlucht talwärts ...
6 Jahre ist es bereits her. Damals sind wir den Millstätter Schluchtweg in 3:16 Std hinauf zur Schwaigerhütte gewandert. Lustig, wir haben heute ebenso lange gebraucht. Diesmal sind wir allerdings oben gestartet. Wir waren, ehrlich gesagt, heute etwas faul bzw. uns und den Hunden zuliebe wollten wir heute nur abwärts wandern. Also ein Auto am Ziel in der Schwaigerschaft abgestellt und mit einem 2. Auto die Millstätter Almstraße raufgefahren. Aber nicht ganz bis zur Schwaigerhütte sondern nur bis zur Hochrindl Quelle. Auch talwärts ist auf diesem Wanderweg viel Trittsicherheit und gutes Schuhwerk erforderlich.
Die Mädels sind großteils ohne Leine spaziert. So können sie ihr Tempo selbst bestimmen. Sie sind auch super abgerichtet und bleiben immer am Weg. Oft spazieren sie genau zwischen uns, manchmal ist Io vorne.
Wie gesagt, gestartet sind wir bei der Hochrindl Quelle auf der Millstätter Almstraße. Diese liegt ein paar Kehren vor der Schwaigerhütte. Der Pfad führt gleich in den Wald hinein und man konnte die Kühle der Schlucht sofort spüren.
Online konnte ich von Forstarbeiten lesen bzw. dass die Schlucht noch nicht begehbar sei, wegen Unwetterschäden. Wir haben es aber trotzdem riskiert, da unten bei unserem Zielpunkt (Schwaigerschaft), wo wir unser Auto stehen ließen, bereits der Parkplatz voll war. Schlimmstenfalls wären wir eben umgekehrt.
Nach gut einer halben Stunde kamen uns die ersten Wanderer bergauf entgegen. Als wir sie fragten, wie die Wegbeschaffenheit denn sei, antworteten sie: "Alles kein Problem!"
Perfekt. Also weiter. Und die Unwetterschäden konnte man alsbald erkennen. Umgestürzte - teils mit Wurzelballen - Bäume, riesige Äste und Baumteile direkt am Weg, welche aber mit Motorsäge bereits beseitigt wurden. Auch Teile der ursprünglichen Brücken, zerstört am Wegesrand oder im Wald liegend, konnten wir sehen. Provisorische Brücken (3 gut fixierte Bretter) gibt es nun stattdessen. Obwohl die alten Holzbrücken wunderschön aussahen, tun es die neuen Einfacheren auch. Schnickschnack ist nicht nötig. Hauptsache, man kommt trockenen Fußes über den Bach.
Aufgrund der Hitze habe ich mich später dann auch in die Gebirgsbachfluten geworfen. Anfangs dachte ich, ich kriege einen Herzinfarkt. 😉 Ich glaube, das Wasser hatte gute 10°C. Bei über 30°C Lufttemperatur eine ordentliche Erfrischung, wie man an meinem Gesichtsausdruck unschwer erkennen kann.
Nach diesen 3 Stunden wandern (inkl. mehrere Badepausen) hatten wir uns eine Stärkung im Restaurant - Pizzeria None's in Millstatt wohl verdient. Danke für Speis und Trank. Es war toll!
Aja, ein paar schöne Granaten habe ich auch im Bach gefunden!

Brückenüberquerung mit den Mädels. Io geht ganz gerne voran ... doch oft führe ich die Wandertruppe an und die Hunde sind genau zwischen uns. Wie man zB am folgenden Video sehen kann.

Umgestürzte Bäume ...
... Felsen in allen Größen sind in der Schlucht zu finden.

Mika wartet brav bis es weiter geht ...

Durch den Wald sind es Treppen aus Wurzeln, die man überwinden muss ...

... dann wirds wieder etwas steinig. Jetzt führt Herrli wieder unser Rudel an.

Dann wechsle ich wieder nach vorne und blicke ab und zu zurück 😉

Der Riegerbach gräbt sich seinen Weg ...

An einigen Stellen gibt es Hilfestellung durch Brücken und Stege entlang des unwegsameren Geländes.

An einer Stelle wird noch "zusammengeräumt" bzw. finden vermutlich unter der Woche Forstarbeiten statt. Aber der Wanderweg ist sichtbar ... wir steigen mal über die Baumstämme drüber.

Die Schlucht ist mal schmal und mal wieder breiter ...

Der "Mikrokosmos" des Waldbodens mit Pilzen ...

... weißfaulem Holz, Fichtennadeln und Sporenkapseln ...

... Moose und Flechten ...

... Pilze "again" ...
... ein besonders süßes, kugeliges Pilzerl ...

... Mauerfarne und ...

... andere Farne ...

... in dieser Feuchtigkeit ist alles schön grün ...

Orchideen findet man auch - Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)

Mika steht auf den Überresten einer Brücke. Dahinter das Provisorium.

Nochmal ein schönes Posing-Bild von unseren drei Felsengämsen.

Bei dem Schild im Zusammenhang mit dem Pfad fragt man sich: "Ist das wirklich nötig?"
Anscheinend: Ja ... schon ...

... man kann nur Lebensmüde sein, wenn man das mit dem Fahrrad runterfährt!

Ein weiterer umgestürzter Baumriese mitten im Bach ...

Langsam führt uns der Weg wieder aufwärts, etwas weg vom Bach ...

... bis wir wieder an einer Quelle vorbei ...

... wieder runter zum Bach gelangen wo wieder "Brückenreste" zu finden sind.

Weiter gehts ... einmal links und dann wieder rechts vom Bach ...

Und irgendwann rasten wir erneut und gehen baden ...

... bzw. ICH geh baden und es ist ...

... sehr kaaaaaaaaaaaaaalt!!!! Mika und Gina verstehen mich wohl gar nicht!

Gold und Silber haben wir auch gefunden!!!!!!!!!!!!!!! 😅
Wohl eher Katzensilber und Katzengold 😉

Wieder hängen Bäume quer ...

... noch ein weiterer steiler Abstieg hinunter zum Herzogfall ...

Der Herzogfall

Manchmal ist der Pfad nur daran erkennbar, dass man sich an einem Drahtseil festhalten und über Felsen absteigen soll.

Später geht es wieder über weiche Fichtennadeln durch den Wald ...

Und wieder ... eine der ursprünglichen Brücken ...

... vollständig zerstört ...
Provisorische Brücke ... rechts oben sieht man noch den alten "Brückenpfeiler" ...

2020 mussten wir hier noch steil hinauf zur Brücke steigen. Die Reste dieser Stufen sind noch vorhanden. Die Brücke selbst wurde weggeschwemmt.

Eine weitere Verschnaufpause am Wasser ...

... und man findet im Felsen eingeschlossene Granaten ...

... hier sogar ganz Große, die schon fast durch das Wasser vom Felsen getrennt wurden. Und wenn man etwas genauer sucht, dann ...

... findet man auch ausgewaschene Granaten im Flussbett. Da es so schöne große Exemplare sind, überlege ich mir, diese "Blutstropfen der Nockberge" vlt schleifen zu lassen.

Bald haben wir es geschafft. Gina ist schon müde.
Am Ende dieses Schluchtteils war dann dieses monströse Bauwerk. Das Wehr soll bei künftigen Unwettern den ganzen Schutt zurückhalten.

Chillen im Restaurant während wir ...

Getränke und ...

... leckere Speisen genießen. Burger und ...
... Gegrillte Calamari sowie ...

Salat und ...
... Eispalatschinken!
Unsere heutige Tour von oben nach unten - Der Schluchtweg in Millstatt
LG Mel
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Danke für deinen Pfotenabdruck