Von hochgiftigen Schlangen und dem Falkertsee ...
Heute zog es uns wieder in die Berge. Genauer gesagt zum Falkertsee auf der Heidi Alm. Angenehme 23° und ein kühlender Wind ließ uns einen schönen Sommertag dort genießen. Weit gewandert sind wir heute nicht. Nur kurz um den Falkertsee und etwas den Bach hinauf. Einfach zum Chillen und Füße kühlen. Und ich weiß nicht, die Almwiesen haben so etwas ansich ... Almwiesenwutzeln ist "ansteckend". 😆
Noch ist Nebensaison. Denn normalerweise tummeln sich auf der Heidi Alm sehr viele Familien mit Kindern. Jetzt, Ende Juni, sind es noch sehr wenige Urlauber:innen mit eher kleinen Kindern sowie Familien mit Hund.
Weiters habe ich mit Gina (die anderen beiden habe ich aufgrund ihres Alters geschont) auch den Reptilienzoo Nockalm besucht. Dieser ist spezialisiert auf die Haltung und auch Nachzucht von Giftschlangen. Da u.a. Kärnten das natürliche Vorkommensgebiet der Hornviper und der Kreuzotter ist, sind auch diese heimischen Schlangen Teil der Ausstellung. Natürlich sind auch noch alle anderen heimischen Schlangen und auch Eidechsen zu sehen, sofern man sie in der schön gestaltenten Außenanlage überhaupt findet. Ich muss sagen, die Giftschlangen waren äußerst zutraulich und neugierig, wohingegen man Äskulap-, Ringel- und Schlingnatter nicht finden konnte. 😉 Aber diese Schlangen treffe ich zuhauf in Wien an, also ... enttäuscht bin ich deswegen nicht.
Die vielen verschiedenen Farbvarianten der Kreuzottern und Hornvipern sind beeindruckend. Es handelt sich (im Vergleich zu den heimischen Nattern) um gedrungenere und v.a. kleinere Tiere. Erst einmal konnte ich in freier Wildbahn einer Kreuzotter begegnen. Das war damals an der Kölnbreinsperre im Maltatal 2019.
Kommen wir zu ein paar Bildern des heutigen Ausflugs. Ich beginne mit dem Almpanorama inkl. Falkertsee. Danach kommen viele viele Schlangen. Somit eine Triggerwarnung vorab. 😉
Mika mit Plüschschlange. Ganz zum Schluss gibts mehr von den Echten ... natürlich vorher mit Trigger-Warnung. Diese hier ist aber echt süß und kuschelig.

Die alpine Flora steht aktuell in Vollblüte. Hier u.a. Wilder Thymian und Wilder Oregano. Die schönen weißen Blüten gehören dem Acker-Hornkraut.

Klee, Hahnenfuß, Glockenblumen und vieles mehr ...

Wunderschöne Mageritenwiese ...

Haben wir hier einen Schatz gefunden? Nein! Die rosa Steine sind Salzlecksteine für das Vieh.

Kleines Fotoshooting! Ich möchte anmerken, dass die Mädels nur für die Fotos abgeleint wurden.

Wir rasten ...

Gina genießt auch das kühle Gras

Und schon wieder ... Almwiesenwutzeln ist ansteckend ...

😂

Der Falkertsee ...

Das Bergpanorama am Falkertsee

Wir rasten erneut im Schatten

Ein paar Fotos am Falkertsee müssen schon sein. Io war sich auch darin bis zum Bauch die Füße kühlen.

Schön. Im See kann man auch baden ... 😉
TRIGGER-WARNUNG - jetzt beginnen gleich die echten Schlangen. Gina possiert schon mal mit den Holzkobras
Wir spazieren durch die Räume ...
Da ist jemand neugierig ... Gina ist unbeeindruckt. Die Schlange kann ich leider auch nicht fragen, was sie sich denkt.

Auf jeden Fall ein schönes Tier ...
Sie rinnert mich an die Schlange Kaa aus dem Jungle Book - ist übrigens eine Florida Wassermokassin (Agkistrodon piscivorus)
Europäische Hornotter auch Hornviper oder Sandviper genannt (Vipera ammodytes). Sie sind u.a. in der schönen Außenanlage zu bewundern.
Noch ein Exemplar der selbigen. Diesmal dunkler gefärbt und kleiner. Vermutlich ein Männchen. Oben das graue große Tier vermutlich ein Weibchen.
Eine sogenannte Höllenotter = schwarze Variante der Kreuzotter (Vipera berus). Hier übrigens noch ein Baby/Jungschlange. 
Kreuzottern im Freilandgehege - beide Varietäten (gescheckt und schwarz)

Gescheckt (also mit dem typischen Zick-Zack-Muster am Rücken) gibts auch in allen möglichen Farbschlägen von grau-schwarz bis braun/kupfer.
Niederkalifornische Klapperschlange (Crotalus enyo)

Klapperschlange (Crotalus viridis)
Schwarzschwanz-Klapperschlange (Crotalus molossus)

Im großzügig eingerichteten Terrarium. Ich muss schon sagen, man muss so manche Tiere natürlich suchen und oft findet man sie nicht. Sie haben ein Recht sich zu verstecken. Das muss man immer bedenken!
Kupferkopf (Agkistrodon contortrix). Das sind wunderschön gefärbte Tiere. Ich mag diese Brauntöne sehr ...
Hier nochmal zwei Exemplare.
Eine meiner Lieblingsschlangen ... ich mag ihre dunkle Färbung und die kontrastreiche Zeichnung im Gesicht ...
Da ist mir wohl ein Schnappschuss gelungen 💕 Taylor's Mokassinotter (Agkistrodon taylori). Eine weitere meiner Lieblingsschlangen, die schöne schwarz-gelb gebänderte Mangroven Nachtbaumnatter ließ sich leider nicht blicken.
Ein Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis) zwischendurch darf auch nicht fehlen. Er ist schließlich nicht minder giftig.
Gina nimmt die Schlangen gar nicht richtig wahr. Ich denke, sie wird daher heute keine Alpträume haben. 😉 Die Schlangen bewegen sich gemächlich, wenn sie sich überhaupt bewegen. Außerdem sind sie vermutlich Trubel gewöhnt, machen also keine Attacken oder dergleichen sondern sind nur neugierig. Diese Mexikanische Wüsten- bzw. Basilisken-Klapperschlange (Crotalus basiliscus) war schon ein impossantes Kaliber.
Südamerikanische Klapperschlange (Crotalus durissus terrificus)
Einfach nur Wow
Klapperschlangen sind perfekt getarnt und diese Schuppen. Einfach toll, was die Natur so hervorbringt.
Die charakteristische Rassel am Schwanzende.

Die Farbe dieser Klapperschlange ist ebenfalls beeindruckend. Westliche Diamant-Klapperschlange (Crotalus atrox)
Ottern, Vipern und Klapperschlangen haben, wie ich finde, einen äußerst gefährlichen Gesichtsausdruck. Dahingegen schaut die Weißlippen-Kobra (Naja melanoleuca) ähnlich einer harmlosen Natter aus. Aber harmlos ist sie keineswegs und, dass die Pupillen von Giftschlangen geschlitzt sind und die von Nattern rund, das gilt nur für unsere heimischen Arten!!!!
Eine Lepoardähnliche Zeichnung ...
... und wunderschöne "Schlitzpupillen-Augen" ... die Kettenviper (Daboia russelii) aus Indien.
Wunderschönes Tier. Erinnert mich ein bisschen an meinen verstorbenen Hoggy (einer Westlichen Hakennasennatter)
Glaube, das war die Königskobra (Ophiophagus hannah). Diese Tiere sind riesig!
Gina schon wohl etwas gelangweilt und unbeeindruckt von den beinlosen Kreaturen ...
Viele tropische Schlangen haben tolle Farben ... wie diese Grüme Inselbambusotter (Trimeresurus insularis), die grün-bläulich schimmert ...

Nochmal die Inselbambusotter (Trimeresurus insularis). Neben grünen gibts auch blaue Tiere.

Und hier Nachzuchttiere vom Mai dJ. Im selben Wurf gibt es grüne und blaue Exemplare.

Diese Blau ist wirklich toll. Finde die Farbe äußerst auffällig aber als Giftschlange kann man es sich wohl auch erlauben "aufzufallen". Kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass Blau eine gute Tarnung wäre ... wobei ... viele Tiere sehen Farben anders als wir. Wer weiß.
Weißlippen-Bambusotter (Trimeresurus albolabris)
Die Grüne Mamba (Dendroaspis viridis) kennt wohl jeder ...
... und ihr schwarzes Pendant - Die schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis).
Auch eine meiner Lieblingsschlangen ... klein aber fein und versteckt ... wer findet sie?
Da lauert das kleine Ding ...
Süß ... ja, wirklich, ich find sie süß - die Arabische Wüstenhornviper (Cerastes gasperettii).
Die war sehr neugierig. Hab ihren Namen leider vergessen.

Auch die Armenische Bergotter (Montivipera raddei) hat ein wunderschönes Muster ...
Armenische Bergotter (Montivipera raddei) 
Armenische Bergotter (Montivipera raddei)
Schön wars. Ich glaube, es ist schon Jahrzehnte her, seit ich das letzte Mal hier war. Sehr empfehlenswert die ganze Anlage und ich war um 10.00 Uhr früh die anfangs Erste und Einzige. Konnte mich also ohne großen Andrang auf die Tiere konzentrieren. Als später der Außenbereich mehr Sonnenlicht abbekam, konnte man sehen, wie die Tiere ihr morgentlichen Aufwärmplätze aufsuchen und gemütlich chillen. 😊
LG Mel
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